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"Gewiss war es nicht immer das beste Menschenmaterial, aus dem die neue Bruchbewohnerschaft sich zusammensetzte": Dieses harte Urteil des Staatsarchivrats Dr. Gottfried Wenz aus dem Jahre 1930 (Mengel, Das Oderbruch 1: 177) ist heute nicht mehr zu überprüfen.

Wir wollen keine Urteile über die jetzige Bewohnerschaft des Bruches fällen. Vielmehr sind wir an einem Umstand interessiert, von dem alle Oderbrücher betroffen sind: Wer hier lebt, siedelt in gefährlichem Gelände - bei einem Hochwasser kann man Haus und Hof verlieren und muss vielleicht zusehen, wie jahrelange Gartenarbeit vernichtet wird und liebevoll gepflanzte Bäume absterben. Wer ein paar Meter höher wohnt, lebt gleichwohl in einer gefährdeten Landschaft. Die Leute haben sich trotzdem entschieden, hier zu sein - oder die eigenen Vorfahren haben es getan.

Auf jeden Fall ist man im Oderbruch nicht einfach Bewohner, sondern, fast wie vor 250 Jahren, Kolonist. Es fordert eine Entscheidung, zu kommen, zu gehen oder zu bleiben. das Leben hier ist permanente Pionierarbeit geblieben. Deshalb verliert es hier schon nach kurzer Zeit an Bedeutung, wann jemand gekommen ist - wer siedelt, gehört dazu. Wir fragen Menschen aus dem Oderbruch nach ihren Erfahrungen als Kolonist und danach, was ihnen die Landschaft bedeutet, ermöglicht - oder was sie ihnen abschlägt.

 
       
 

Die Beiträge

vondermarwitz
Das hätte ich mir nie träumen lassen: vom Wochenendhaus zur Stiftung.
Hirte Hans
Die weite Welt der Selbstversorgung
Kirche Neutornow
Gespräch mit Erich und Erika Klemer
Susann Persiel: „Wohnen heute in Häusern von gestern“
Loose-Geschichte im Oderbruch, Thomas Förder
Fischsuppe aus Oderwasser
Beliebte Kolonisten: Störche im Oderbruch.
Ein Kommen und Gehen - Das Oderbruch im Spiegel seiner Keramik
Familie Rüdrich, Wilhelmsaue
Sonnhild Siegel
Familie Bräuning, Küstrin Kietz
Kolonisten gesucht! - Horst Wilke, Neulietzegöricke
 
 
<<< Der Erfolg braucht viele Väter. Im Gespräch mit dem Landwirt und
        engagierten Friedersdorfer Kommunal- und Bundespolitiker
        Hans-Georg von der Marwitz, 2010
<<< Das hätte ich mir nie träumen lassen: vom Wochenendhaus zur
        Stiftung. Prof. Dr. Hannelore Scholz-Lübbering, (2010)
<<< ...da weidet der Hirte seine Herde - Über ein aussterbendes Gewerbe
        Almut Undisz, (2010)
<<< Die weite Welt der Selbstversorgung
        Eine Sommerschule im Rahmen des Oderbruchpavillons. (2009)
<<< Die Kirche im Dorf - Über Neutornow und seine Gemeinde, (2009)
<<< Gespräch mit Erich und Erika Klemer, (2007)
<<< Susann Persiel: „Wohnen heute in Häusern von gestern“, (2007)
<<< Thomas Förder: Loose-Geschichte im Oderbruch, (2007)
<<< Fischsuppe aus Oderwasser, Erzählt von Emilia Sorgalla, (2006)
<<< Beliebte Kolonisten: Störche im Oderbruch, Idee: Ina Wilhelm, (2006)
<<< Ein Kommen und Gehen - Das Oderbruch im Spiegel seiner Keramik
          Von Elke Brämer, (2005)
<<< Familie Rüdrich, Wilhelmsaue, (2005)
<<< Sonnhild Siegel, Ärztin im Ruhestand, Zäckericker Loose, (2004)
<<< Familie Bräuning, Küstrin Kietz, (2004)
<<< Kolonisten gesucht ! - Horst Wilke, Ortsbürgermeister Neulietzegöricke, (2004)
 
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